24. November 2009 – 150 Jahre Evolutionstheorie

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr gedenken wir dem bekannten Wissenschaftler Charles Darwin, der am 12. Februar dieses Jahres seinen 200. Geburtstag begangen hätte, wenn dessen Evolutionstheorie am 24.November ihr 150jähriges Jubiläum feiert.

Mit der Veröffentlichung seines Lebenswerkes vor 150 Jahren stellte der Wissenschaftler und Theologe Darwin von einem Moment auf den anderen die Geschichte zur Entstehung der Welt vollständig in Frage, ja schrieb sie gar völlig um.
Dies brachte ihm vor allem von Seiten der Kirchenvertreter scharfe Kritik ein, da die unter dem Titel „Die Entstehung der Arten“ erschienene Evolutionstheorie die gesamte christliche Schöpfungslehre widerlegte.

Die in der Evolutionstheorie enthaltenen Erkenntnisse konnten jedoch seither von niemandem mehr widerlegt werden, sondern bestätigten sich bei jedem Fortschritt der Forschung erneut.

Bereits in seiner frühesten Kindheit zeichnete sich erstmals Darwins Forschungsdrang ab, der sich auch zu dieser Zeit bereits vor allem auf Pflanzen und Tiere konzentrierte, welche er über Stunden, Tage oder gar Monate hinweg beobachtete. Trotzdem führte sein beruflicher Weg den jungen Darwin nicht direkt in die Naturwissenschaft, sondern er entschied sich für ein Medizinstudium, welches er jedoch nicht zu Ende brachte. Nach dem Studienabbruch startete er auf das Drängen seines Vaters hin einen zweiten Anlauf und studierte Theologie. Doch auch in dieser Zeit konnte er seinen Forschungsdrang nicht unterdrücken und widmete sich in seiner Freizeit auch weiterhin der Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt.
Bereits im Dezember 1831 entschied er sich dann aber doch endgültig für eine Laufbahn als Wissenschaftler, welche er mit einer fünfjährigen Forschungsreise auf dem Vermessungsschiff „HMS Beagle“ startete. Bereits die in dieser Zeit gewonnenen Erkenntnisse, die Darwin schriftlich festhielt und durch das Sammeln verschiedenster Proben ergänzte, bildeten viele Jahre später den Grundstein seiner legendären Evolutionstheorie.

Deren Inhalt, die Theorie, dass sich sowohl Pflanzen- als auch Tierarten durch natürliche Zuchtwahl laufend an die Anforderungen ihrer Umgebung anpassen, also ständig einer Evolution unterliegen, die nie abgeschlossen sein wird, begründete er vor allem mit seinen Beobachtungen. Doch auch die Erfolge der Viehzüchter in seiner Umgebung führte er als Beweis für seine Ausführungen an.
Einzig die Frage, wie die Vererbung zwischen Eltern und Jungtier oder Pflanze und Sprössling von statten geht konnte Darwin selbst nicht beantworten, was er mit den Worten „ Einzig die Gesetze, denen die Vererbung unterliegt, sind größtenteils unbekannt“ in seinem Werk zum Ausdruck brachte.

Nahezu zeitgleich wurde die Frage jedoch trotzdem von jemand anderem beantwortet. Im Kloster Altbrünn entdeckte Gregor Mendel die Grundprinzipien der Vererbung eher zufällig bei der Kreuzung verschiedener Erbsenarten.


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