So bewegen sich Immunzellen durch den Körper
Immunzellen, oftmals auch Abwehrzellen, Leukozyten oder einfach auch weise Blutkörperchen genannt, hat jeder Mensch in seinem Körper. Bisher war über diese natürlichen Helfer, deren Aufgabe es ist, Krankheiten von uns fern zu halten und beschädigtes Gewebe zu vernichten, jedoch nur sehr wenig bekannt. Erst vor einigen Jahren ist es Wissenschaftlern gelungen, heraus zu finden, wie Immunzellen im Körper arbeiten.
Seit dem steht fest, dass die Abwehrzellen in der Lage sind, Viren und andere Krankheitserreger zu erkennen und zu vernichten. Gleichzeitig haben sich auch die Fähigkeit, defekte Zellen und befallenes Gewebe zu erkennen und können direkt in dieses eindringen um es abzubauen und weiteren Schaden vom jeweiligen Körper abzuwenden. Ungeklärt war hingegen die Frage, wie sich die Abwehrzellen eigentlich durch unseren Körper bewegen.
Doch auch dieses Rätsel scheint nun gelöst. Wie Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts bekannt gaben, scheint es ihnen gelungen zu sein, den komplizierten Bewegungsmechanismus der Immunzellen zu entschlüsseln und diesen auch gleich so zu erklären, dass er tatsächlich auch für jeden verständlich wird.
Hierfür vergleicht Forschungsgruppenleiter für Biochemie Michael Sixt die körpereigenen Abwehrzellen mit einem Auto.
Auch in den Zellen scheint es etwas Ähnliches wie einen Motor, eine Kupplung und Reifen zu geben, deren Zusammenspiel dafür sorgt, dass sich die kleinen Helfer schnell und gezielt durch den Körper bewegen können. Dabei sorgt dieses ausgeklügelte System zugleich auch dafür, dass Immunzellen bis zu 100mal schneller vorankommen wie andere Zellen des Körpers.
Den Motor der Zelle bildet dabei das Zellskelett, welches sich im Inneren jeder einzelnen Zelle immer wieder ausdehnt und zusammenzieht, um Energie für den Antrieb zu gewinnen. Um beim Beispiel des Autos zu bleiben erklärt Michael Sixt weiter, dass die gewonnene Kraft natürlich auch auf die Straße übertragen werden muss. Während sich Autofahrer dafür der Kupplung bedienen, nutzt die Abwehrzellen dafür die Verbindung ihrer Zellanker mit dem Zellskelett, deren anderes Ende die Verbindung der Zelle mit ihrer Umgebung bildet. So hangelt sich die Zelle praktisch mit Hilfe der Zellanker an dem Gewebe ihrer Umgebung vorwärts, was sich natürlich ebenfalls auf das Auto-Beispiel übertragen lässt, wie Sixt betont. Dies wäre dann das Synonym zum Gripp der Reifen auf der Straße.
Zusammen mit diesen neuen Erkenntnissen, konnten die Wissenschaftler außerdem noch eine weitere wichtige Entdeckung machen.
Abwehrzellen bewegen sich ihren Forschungsergebnissen zu Folge immer in genau der gleichen Geschwindigkeit durch den Körper. Weder ihre Umgebung noch ihr Untergrund nehmen in irgendeiner Form Einfluss auf das Tempo der Immunzellen.
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